Longevity: Die Kunst, lange gut zu leben
Warum es beim Älterwerden vielleicht weniger um Jahre geht – und viel mehr darum, wie wir sie verbringen.
Es ist noch früh. Im RelaxGarten ist das Gras noch feucht, die Luft ist angenehm kühl und rund um den Naturbadeteich beginnt der Tag ziemlich unaufgeregt. Ein Vogel meldet sich aus irgendeinem Baum. Sonst nichts.
Ich gehe ein paar Schritte.
Nicht besonders schnell. Nicht mit Sportuhr. Nicht mit dem Ziel, heute noch eine persönliche Bestzeit aufzustellen. Einfach gehen.
Und irgendwie passt genau dieser Moment ziemlich gut zu einem Begriff, an dem man momentan kaum vorbeikommt: Longevity.
Das englische Wort bedeutet Langlebigkeit. In Magazinen, Podcasts und sozialen Medien klingt das allerdings oft deutlich komplizierter. Da geht es um Kältebäder, Schlaftracker, Nahrungsergänzungsmittel und die Frage, wie man möglichst alt werden kann.
Dabei gefällt mir eine andere Frage viel besser: Wie möchten wir eigentlich alt werden?
90 werden ist schön. Mit 90 noch hinausgehen können vielleicht noch schöner.
Gesundes Altern bedeutet nicht einfach, möglichst viele Lebensjahre zu sammeln. Viel spannender ist die Frage, wie lange wir Dinge tun können, die uns wichtig sind.
Das klingt zunächst wenig spektakulär. Bis man darüber nachdenkt.
Mit 75 noch wandern. Mit 80 mit Freunden essen gehen. Im Garten arbeiten. Reisen. Mit den Enkelkindern herumtoben. Einen Hügel hinaufgehen, ohne dass jeder Schritt zur Herausforderung wird.
Vielleicht ist genau das die spannendere Seite von Longevity. Nicht dem Alter davonzulaufen. Sondern möglichst lange mitten im Leben zu bleiben.
Was hat ein Wellnessurlaub damit zu tun?
Zugegeben: Ein Wochenende in der Kothmühle macht niemanden zehn Jahre jünger. Schade eigentlich.
Aber viele Dinge, die heute unter dem großen Begriff Longevity diskutiert werden, sind erstaunlich unspektakulär: regelmäßig bewegen, ausgewogen essen, ausreichend schlafen, soziale Kontakte pflegen und auf die eigene Gesundheit achten.
Keine Zauberformel. Und auch keine Wunderpille. Eher viele kleine Entscheidungen, die sich über Jahre summieren. Vielleicht beginnt Longevity deshalb nicht im Labor. Vielleicht beginnt es beim Spaziergang nach dem Frühstück.
Bewegung, die gar nicht nach Sport aussieht
Ich drehe noch eine Runde durch den Garten.
20.000 m² RelaxGarten sind groß genug, dass aus „ich gehe nur kurz hinaus“ durchaus ein kleiner Spaziergang werden kann. Und Bewegung muss schließlich nicht immer Training heißen.
Wandern. Mit dem Rad durchs Mostviertel fahren. Schwimmen. Treppen nehmen. Morgens eine Runde gehen. Regelmäßige Bewegung unterstützt Herz und Kreislauf, Muskeln, Knochen, Beweglichkeit und psychisches Wohlbefinden.
Das weiß mein Kopf natürlich. Mein innerer Schweinehund vermutlich auch.
Vielleicht ist deshalb jene Bewegung besonders wertvoll, für die man sich nicht jedes Mal überwinden muss.
Ein Wanderweg, auf den man sich freut. Eine Runde im Naturbadeteich. Ein Spaziergang zu zweit. Bewegung darf schließlich auch schön sein.
Und dann einmal gar nichts tun
Das klingt fast ein bisschen widersprüchlich.
Erst Bewegung. Dann Nichtstun. Aber wahrscheinlich brauchen wir beides.
Ich suche mir eine Liege im RelaxGarten. Unter einem Baum bewegt sich der Schatten langsam über das Gras. Das Handy bleibt liegen. Zumindest für ein paar Minuten.
Auch Schlaf und Erholung gehören zum gesunden Altern. Und trotzdem fällt es uns manchmal erstaunlich schwer, einfach einmal nichts zu machen.
Keine Nachricht beantworten. Kein Foto. Keine Uhrzeit. Nur liegen. Vielleicht einer Libelle beim Fliegen zuschauen. Für fünf Minuten ziemlich ineffizient sein.
Sauna als Longevity-Geheimnis?
Natürlich kommt irgendwann die Sauna ins Spiel. Denn kaum beschäftigt man sich mit Longevity, taucht auch sie auf.
Beobachtungsstudien zeigen interessante Zusammenhänge zwischen regelmäßigem Saunieren und der Herz-Kreislauf-Gesundheit. Sie beweisen allerdings nicht, dass Sauna allein für ein längeres Leben sorgt.
Also hinein in die Mühlensauna und hundert Jahre alt werden? Ganz so einfach ist es leider nicht. Trotzdem mag ich den Gedanken. Nicht weil Sauna ein Wundermittel wäre. Sondern weil sie etwas schafft, das im Alltag oft fehlt: einen Moment, in dem man wirklich aufhört etwas zu tun. Einfach nur warm werden. Sitzen. Atmen. Abkühlen und dann Pause.
Im 800 m² großen Wellnessbereich MOST RELAXED gehören mehrere Saunen, Dampfbad sowie Innen- und Außenpool genau zu diesem Wechsel aus Wärme, Wasser und Ruhe.
Vielleicht beginnt Longevity auch am Esstisch
Ein großer Salat. Gemüse. Hülsenfrüchte. Vollkornprodukte. Obst. Nüsse. Und dann kommt jemand mit einem Stück Kuchen vorbei.
Longevity darf kompliziert sein. Muss es aber nicht.
Eine ausgewogene Ernährung gehört zu den wichtigen Faktoren für gesundes Altern. Für mich gehört dazu aber noch etwas anderes: Genuss.
Nicht möglichst perfekt essen. Nicht jedes Lebensmittel in gut oder schlecht einteilen. Sondern bewusst auswählen, abwechslungsreich essen und Lebensmittel wieder als das sehen, was sie eigentlich sind. Etwas Wertvolles.
Gerade deshalb gefällt mir der Gedanke, zu wissen, wo Lebensmittel herkommen und wie sie produziert wurden. Bei uns in der Kothmühle beschäftigen wir uns schon lange mit Bio, Regionalität und der Frage, was auf unseren Tellern landet.
Vielleicht gehört zu einem langen guten Leben schließlich auch, dass das Mittagessen nach Mittagessen schmeckt. Und nicht nach Optimierungsprogramm.
Gemeinsam alt werden klingt eigentlich ziemlich schön
Über Longevity wird häufig über Bewegung, Ernährung und Schlaf gesprochen.
Ein Punkt wirkt dagegen fast zu selbstverständlich: andere Menschen. Dabei sind gute soziale Beziehungen ebenfalls eng mit Gesundheit und Wohlbefinden verbunden.
Vielleicht ist also auch das Longevity: Mit der Freundin zwei Stunden beim Frühstück sitzen. Gemeinsam wandern und dabei mehr reden als gehen. Mit dem Partner in der Sauna schweigen können. Mit Menschen lachen, die dieselben Geschichten schon zehnmal gehört haben. Und sie trotzdem ein elftes Mal erzählen. Das lässt sich schwer in einer Fitness-App messen.
Unwichtig ist es deshalb noch lange nicht.
Müssen wir jetzt alle unser Leben optimieren?
Hoffentlich nicht.
Denn wenn Longevity bedeutet, jeden Bissen zu analysieren, jeden Schritt zu zählen und beim Einschlafen nervös auf die Schlaf-App zu schauen, ob man auch wirklich gut genug schläft, läuft vielleicht etwas schief.
Ich mag eine einfachere Vorstellung. Bewegen, solange wir uns bewegen können.
Gut essen. Genug schlafen. Menschen treffen, die uns guttun. Manchmal schwitzen. Oft hinausgehen. Und zwischendurch bewusst nichts tun.
Vielleicht werden wir damit 100. Vielleicht auch nicht.
Aber wir haben zumindest eine ziemlich gute Chance, die Jahre davor nicht nur zu zählen. Sondern zu leben. Ich stehe von meiner Liege auf und gehe Richtung Naturbadeteich. Erst die Zehen. Dann kurz überlegen. Dann hinein.
Longevity kann morgen wieder kompliziert sein. Heute fühlt es sich ziemlich einfach an.
Häufige Fragen zu Longevity
Was bedeutet Longevity eigentlich?
Longevity bedeutet wörtlich Langlebigkeit. Im Gesundheitsbereich geht es dabei zunehmend nicht ausschließlich darum, möglichst alt zu werden, sondern möglichst viele Lebensjahre bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit zu verbringen.
Welche Faktoren sind für gesundes Altern besonders wichtig?
Zu den wissenschaftlich gut etablierten Faktoren gehören regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, soziale Kontakte, der Verzicht auf Rauchen sowie eine gute medizinische Vorsorge. Entscheidend ist weniger eine einzelne Maßnahme als der Lebensstil über viele Jahre hinweg.
Ist Sauna gut für die Langlebigkeit?
Studien zeigen interessante Zusammenhänge zwischen regelmäßigem Saunieren und der Herz-Kreislauf-Gesundheit. Ein direkter Beweis dafür, dass Saunieren das Leben verlängert, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Sauna kann aber Teil eines insgesamt gesunden Lebensstils sein.
Was hat Erholung mit Longevity zu tun?
Gesundes Altern besteht nicht nur aus Bewegung und Ernährung. Auch Schlaf, psychisches Wohlbefinden und soziale Beziehungen spielen eine wichtige Rolle. Eine bewusste Auszeit kann helfen, wieder mehr Raum für genau diese Dinge zu schaffen.
Kann ein Wellnessurlaub zu einem gesunden Lebensstil beitragen?
Ein einzelner Wellnessurlaub verlängert natürlich nicht automatisch das Leben. Er kann aber Anstoß geben, Dinge wiederzuentdecken, die im Alltag oft zu kurz kommen: Bewegung, ausreichend Schlaf, bewusstes Essen, Zeit in der Natur und gemeinsame Erlebnisse. Im RelaxResort Kothmühle verbinden sich dafür der 20.000 m² große RelaxGarten mit Naturbadeteich und der 800 m² große Wellnessbereich MOST RELAXED.
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Fotocredit:
weinfranz