Unser Weg zu Bio Gold
Im RelaxResort Kothmühle wird seit 2026 mit Stolz das Bio-Austria Gold Logo getragen. Das heißt, dass mindestens 90% aller Lebensmittel und Getränke in Bio-Qualität bezogen werden. Wie wir in nur vier Jahren Bio Gold erreicht haben und welche Rolle Regionalität dabei spielt, darüber sprechen wir mit Juniorchefin Elisabeth Scheiblauer.
Liebe Elisabeth, wie haben wir es geschafft in nur 4 Jahren von 20% Bio-Lebensmitteln und Getränken auf über 90% zu kommen?
Ich bin selbst auf einem Bio-Bauernhof mit Direktvermarktung aufgewachsen und liege deshalb meinem lieben Schwiegervater schon seit fast bald 20 Jahren im Ohr: Bei Bio-Lebensmitteln ist nicht nur die Qualität, sondern auch Bodengesundheit und Tierwohl der entscheidende Unterschied. Die Kothmühle hat in den vergangenen Jahrzehnten zu Regionalität und ehrlichem Umgang mit Lieferantinnen und Lieferanten schon sehr viel richtig gemacht. Es freut mich, dass Hannes mir dann ab 2021 das große Go zu mehr Bio in der Kothmühle gegeben hat.
Was waren die ersten Schritte?
Michaela Reitterer vom Boutiquehotel Stadthalle hat uns zuerst einmal die Bio-Zertifizierung des Frühstücks empfohlen. Beim Bio-Frühstück werden noch keine Fleisch-Edelteile oder wenig Fisch eingesetzt, somit war die Kostensteigerung ein kleiner Treiber - aber damals kam auch der Ukraine-Krieg dazu, weshalb auch konventionelle Lebensmittel teurer wurden.
Für mich persönlich schmeckt ein Frühstück einfach noch besser, wenn ich weiß, dass in meinem Omelette Bio-Freilandeier aus der Region sind und dass mein Bio-Kaffee von Michael Scheibenpflug im Waldviertel geröstet wird und er alle seine Bio-Kaffee-Bauern und Farmen persönlich kennt.
Ein Jahr später haben wir dann das Mittags-Buffet und die Pausenverpflegung umgestellt und wieder 1,5 Jahre später das Abendessen mit Bio-Fisch aus Mariazell und Bio-Fleisch-Edelteilen, sogar Bio regionale Ente haben wir einmal pro Woche!
Wie war die erste Bio-Zertifizierung für dich?
Puh, ich kann nur sagen, da muss man wirklich gut vorbereitet sein. Alle Rezepte für Aufstriche, Müsli, Porridge, Smoothies müssen hinterlegt sein, und dann wird kontrolliert, ob dort, wo Bio drauf steht, auch Bio drin ist. Alle Produkte müssen auf einer Sortimentsliste angeführt sein und die Lieferanten dazu und zu den Lieferanten das Bio-Zertifikat. Nur das sichert Rückverfolgbarkeit und Transparenz. Da sind die 90% Bio sogar leichter, weil einfach alles im Lager Bio sein muss.
Was hat es nun mit dem Bio-Austria Zertifikat auf sich?
Bio Austria ist der Dachverband aller Bio-Bäuerinnen und Bauern, und der Partner für Bio-Verarbeitung, Handel und Gastronomie. Eine Interessensvertretung sozusagen mit teilweise noch strengeren Kriterien.
Bei den 3 Gastro-Logos Bio-Bronze (mind. 30%) Bio-Silber (mind. 60%) und Bio Gold (mind. 90%) können sich die Gäste darauf verlassen, dass hier alle Rechnungen und Lieferscheine über das ganze Jahr und stichprobenartig kontrolliert werden, ob im Restaurant wirklich die Anteile erfüllt werden. Ein weiteres Anliegen von Bio-Austria ist die Vernetzung zwischen regionalen Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern und den Betrieben.
Wir haben ja einige regionale Partner.
Ja, das ist, was wirklich Bio-Gold für mich bedeutet: Mindestens 90% Bio Produkte und das noch dazu aus der Region zu haben. Wir brauchen wirklich große Mengen, deshalb freut es mich sehr, wenn unser Bio-Schweinefleisch, Bio-Rindfleisch und Bio-Fisch aus max. 100 km Entfernung kommt. Unsere Bio-Säfte in der Mehrwegflasche kommen ganzjährig direkt aus der Region oder im Herbst sogar von unserer eigenen Bio-Landwirtschaft. Hier können wir uns stetig weiterentwickeln und das werden wir auch.
Wenn man dir zuhört, merkt man sofort, wie sehr dir dieses Thema am Herzen liegt. Da freuen wir uns schon auf alles, was auf unserem Bio-Weg noch kommt.
Ja, ob Bio-Eis, Bio-Erdäpfel, Bio-Craft-Bier, Bio-Kürbisse, Bio-Mehl... es gibt hier einfach so viele tolle Betriebe direkt bei uns mit hochqualitativen Produkten. Und das schmeckt man einfach auch.
Liebe Lisa, vielen Dank für deine Zeit und deinen Einsatz für unseren Weg zu Bio Gold.
Fotocredit:
Erdäpfel Bauern: Doris Schwarz-König
Frühstück: Johanna Meinschad
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